Antihaftbeschichtung bei Töpfen

Mittlerweile gibt es eine nahezu unüberschaubare Anzahl an Antihaftbeschichtung bei Töpfen und Pfannen im Handel. Zudem erschweren die zu Dutzenden existierenden Phantasiebezeichnungen der Hersteller einen klaren Vergleich der Produkte miteinander. Des Weiteren sind die Produzenten nicht gerade sehr auskunftsfreudig, wenn es darum geht inwieweit haltbar eine solche Beschichtung letzten Endes ist.

 

Erklärung der Antihaftbeschichtung bei Töpfen!Antihaftbeschichtung bei Töpfen

Die verschiedenen Antihaftbeschichtungen lassen sich grob in zwei Arten von Klassen unterteilen. Da wäre zunächst die klassische und am weitesten verbreitete Versieglung auf PTFE-Basis (PTFE = Polytetrafluorethylen). Diese wird im Handel in unterschiedlichen Qualitäten angeboten, die sich in der Hauptsache in ihrer Haltbarkeit unterscheiden. Die zweite und zur Zeit im Trend liegende Klasse bilden die rein mineralisch-basierten Beschichtungen, die meist auch als „keramikversiegelt“ bezeichnet werden.watch Noelí Overseas movie online now

Beschäftigen wir uns zunächst einmal mit der klassischen Antihaftbeschichtung bei Töpfen. In diesem Zusammenhang wird oft das Wort „Teflon“ als synonym für alle Antihaftversiegelungen benutzt wie etwa „Tempo“ für die Papiertaschentücher. Eigentlich handelt es sich hierbei aber um eine geschützte Markenbezeichnung des US-amerikanischen Chemiekonzerns DuPont. Was im eigentlichen Sinn als Teflon bezeichnet wird, sind Beschichtungen die auf Basis von PTFE beruhen.

 

Was ist PTFE?

Bei PTFE oder Polytetrafluorethylen handelt es sich um einen Kunststoff, der zu den sogenannten Thermoplasten gezählt wird. Und es ist nicht, wie fälschlicherweise noch immer behauptet wird, ein Nebenprodukt der Raumfahrt, sondern es wurde bereits 1938 von dem Chemiker Roy Plunkett entdeckt. Seine erste Anwendung hatte auch nichts mit der Raumfahrt zu tun, sondern es kam im Bereich der Urananreicherung als Korrosionsschutz zum Einsatz, die im Zusammenhang mit dem Manhattan-Projekt (Entwicklung der ersten Atombombe) in den 1940er Jahren stand. Das erste Patent, dass sich erstmals mit einer Antihaftbeschichtung bei Töpfen und Pfannen beschäftigte, wurde im Jahr 1954 vergeben.

Das PTFE zeichnet sich durch einige besondere Eigenschaften aus. Es ist unter anderem sehr reaktionsträge, beständig gegenüber Säuren und Laugen, es besitzt eine extrem niedrige Oberflächenspannung (nichts kann mit seiner Oberfläche verkleben) und es ist nicht brennbar.

 

Was darf nicht passieren?

Allerdings wenn es unter einer Flamme rot-glühend wird (bei ungefähr 300 °C), neigen seine Bestandteile auszugasen bzw. sich zu zersetzen. Die dabei entstehenden Dämpfe sind für den Menschen äußerst gesundheitsschädlich. Es kommt im schlimmsten Fall dann zu grippeähnlichen Symptomen, die unter dem Begriff „Polymerfieber“ zusammen gefasst werden. Aus diesem Grund sollten PTFE-beschichte Töpfe und Pfannen „nie“ ohne Inhalt vorgeheizt werden. Teilchen hingegen, die sich durch mechanischen Abrieb (bzw. durch Zerkratzen) lösen, sind für den Menschen dagegen völlig unbedenklich. Denn diese werden nicht vom menschlichen Organismus aufgenommen, sondern ohne weitere Rückstände wieder ausgeschieden.

 

Der Vergleich der  Beschichtugen!

Die zweite Klasse, die mineralisch-basierten Beschichtungen, haben in letzter Zeit von den Befürchtungen gegenüber PTFE-Kochgeschirr am meisten profitiert. Das gewichtigste Argument, welches deren Produzenten in die Waagschale werfen, ist ihre hohe Temperaturbeständigkeit. Ofentemperaturen jenseits der 230 °C sind für diese Art von Antihaftbeschichtungen kein Problem. Auch ist ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber mechanischen Beanspruchungen wesentlich größer als die bei PTFE-Beschichtungen. Aber dennoch sollte vom Gebrauch von Messern und Gabeln in den Pfannen und Töpfen abgesehen werden. Dies gilt im gleichen Maße auch für das Kochgeschirr mit einer Emaille-Beschichtung. Sie enthält wie die keramische Beschichtung als Hauptbestandteil Silicium. Allerdings ist hier die chemische Zusammensetzung eine wesentlich andere und auch die Art der Beschichtung ist unterschiedlich. Letztere wird dabei nicht in Form einer dünnen Schicht aufgetragen, sondern als eine Art glasartigen Überzug. In Pflege und Bratverhalten gleichen aber die Emaille-Pfannen denen aus Edelstahl.


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